Sturmschäden nach Gewitter in der Gemeinde Gleichen

Dienstag 26. Juli 2022

9 Freiwillige Feuerwehren der Gemeinde Gleichen im Einsatz. Windhose bei Klein Lengden gesichtet.

An Montagabend, den 25.07.2022 ist gegen 19:15 Uhr ein Gewitter mit Hagel und schweren Sturmböen/ oder Windhose über die Gemeinde Gleichen (Landkreis Göttingen) gezogen. Hierbei ist es zu Sturmschäden gekommen. 

Bei Gelliehausen, Klein Lengden, Wöllmarshausen, Sattenhausen, Benniehausen und Reinhausen mussten umgestürzte Bäume von den Straßen entfernt werden. In Wöllmarshausen wurden auf einem Scheunendach ca. 5 qm Dachziegel abgedeckt. An einer Hanglage an der L 569 zwischen Wöllmarshausen und Benniehausen gab es Probleme bei den Arbeiten der Feuerwehr.  

Durch den Sturm oder einer Windhose war eine Schneise durch umgestürzte Bäume entstanden. Während den Aufräumarbeiten waren laute "Knackgeräusche" in einer Baumgruppe zu hören. Daraufhin mussten aus Sicherheitsgründen die Arbeiten eingestellt werden.

Es wurde die Drehleiter der Berufsfeuerwehr angefordert, aber nach Begutachtung der Einsatzstelle wurde von Sägearbeiten abgesehen und ein Baumpflegeunternehmen aus Göttingen beauftragt.

Es wurde mit schwerem Gerät - LKW mit Hydraulikgreifer - zunächst das gesplitterte Holz entfernt, dann mit einem "Hubsteiger" die Stämme Meter für Meter abgesägt. Es wurden weitere Bäume, die an den Straßenrändern standen auf gebrochene Äste oder Baumkronen untersucht, und die gefährlichen Stellen beseitigt.

Die Straßenmeisterei wurde hinzugezogen, um die Mengen an Sturmholz zu beseitigen, und die Straßenabschnitte von Ästen und nassem Laub zu reinigen.  

Für die Dauer der Arbeiten war die L 569 voll gesperrt, der Verkehr wurde örtlich umgeleitet. 

Im Einsatz waren 9 von 16 Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Gleichen: Sattenhausen, Wöllmarshausen, Rittmarshausen, Benniehausen, Klein Lengden, Groß Lengden, Bremke, Gelliehausen und Reinhausen mit insgesamt 69 Einsatzkräften. 

Der Einsatz dauerte bis gegen 02:00 Uhr an, mögliche Gefahren für die öffentliche Sicherheit wurden soweit möglich beseitigt. Die L 569 wurde für den morgendlichen Berufsverkehr wieder freigegeben. 

Die Aufräumarbeiten und Schadensbegutachtungen dauerten am Folgetag noch an.